Sunday Song #21 - Dogs and their love of sticks
Die Minimalmusic (von Philip Glass, Steve Reich etc.) hatte auf mich (wie auf viele meiner Kollegen) einen großen Einfluss. Vor allem Glass' Klaviermusik hat auf mich einen großen Eindruck gemacht. Einerseits die harmonisch/melodische Komponente des "Schönklangs", andererseits der rhythmische Aspekt von sich leicht verändernden Patterns, die in ständiger Wiederholung einen interessanten, meditativen Zustand auslösen. (Ich hab mir einmal die ganze Oper "Einstein on the Beach" mit Kopfhörern am Stück reingezogen, mir ist es sehr anders gegangen danach).
Die Minimalmusic ist ja mittlerweile im Mainstream angekommen, jede zweite Werbung in der Karotten in Zeitlupe durchs Bild fliegen ist mit melancholischer, repetitiver Klaviermusik unterlegt und am liebsten möchte man weinen, weil es so schön ist.
Ich habe mir überlegt, ob ich diese Art der Minimalmusic auch am Cello spielen kann. So ist das untere Stück entstanden.
Ich habe es in zwei Systeme geschrieben, obwohl es für ein Cello geschrieben ist. Ich will nämlich zwischen "Melodie" und "Begleitung" unterscheiden, da in den offnen Parts die Melodie verändert werden soll, die Begleitung aber gleich bleibt.
UND außerdem ist das Stück für 5saitiges Cello geschrieben, ich habe nämlich gerade ein solches zum Ausprobieren da, danke an Raphael Preuschl dafür :) und gerade die tiefe F-Saite macht hier extrem viel Spaß und wumst ordentlich :)
Bis nächste Woche!